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Großübung auf alten Rittersdorfer Firmengelände

zum Zeitungsartikel -> Großübung auf altem Rittersdorfer Firmengelände | Weimar | Thüringische Landeszeitung (tlz.de)

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Rittersdorf, 05.10.2022. Die Zusammenarbeit im Einsatz übten die verschiedenen Feuerwehren des Südkreises des Weimarer Landes: Rittersdorf, Kranichfeld, Stedten und Bad Berka am vergangenen Dienstag. Eine Lagerhalle einer ehemaligen Spedition in Rittersdorf sollte in Brand geraten und zusätzlich Personen vermisst sein. So das Übungsszenario, welches vom Ortsbrandmeister Michael Stark der Feuerwehr Rittersdorf erdacht wurde. Pünktlich um 18 Uhr ging die Alarmierung bei den Feuerwehren ein, außer bei den Gastgebern. Hier wurde zum wiederholten Male die Sirene nicht ordnungsgemäß ausgelöst. Ein Fehler im System, der hoffentlich behoben werden kann.

Das Ziel der Übung war es die Einsatztaktik der Feuerwehrleute abzufordern. „Wenn Menschenleben in Gefahr sind, muss es schnell gehen.“ so der Ortsbrandmeister. „Da weiß jeder was er zu tun hat und funktioniert einfach“ führt er weiter aus. Gerade die Arbeit unter Atemschutz stellt eine Herausforderung dar. Nur so kann allerding im dichten und gefährlichen Brandrauch gearbeitet werden. Bei der Übung wurde allerdings Disco-Nebel eingesetzt, der den Einsatzkräften die Sicht nahm. Immerhin 8 Atemschutzgeräteträger waren im Einsatz. Dabei konnten die Personen gerettet werden und auch das angenommene Feuer wurde unter Kontrolle gebracht.

Weiterhin wurde die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz und aus einem Löschteich der Gemeinde sichergestellt. Auch hier zeigte sich die gute Zusammenarbeit. Nicht nur Schlauchmaterial wurde getauscht, auch die Feuerwehrleute der verschiedenen Wehren unterstützten sich dabei gegenseitig.

Es waren 33 Leute vor Ort, dabei wurde zwei Brandherde und zwei Personen im dichten Nebel gesucht und parallel musste Wasser zur Einsatzstelle geschafft werden. Eine wesentliche Unterstützung lieferte die Feuerwehr Bad Berka. Ein Einsatzleitwagen konnte den Einsatz besser koordinieren. Der Einsatzleiter Sebastian Peippelmann zeigte sich zufrieden mit der Technik. So konnten mit dem Bad Berkaer Fahrzeug die verschiedenen Einsatzabschnitte besser koordiniert werden. Außerdem wurde der Einsatz dokumentiert. Dies ist insbesondere zur Einsatznachbereitung wichtig.

Zur Betreuung der Verletzten wurde die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) der Malteser Blankenhain angefordert. Diese Einheit dient zur Unterstützung der normalen Rettungswagen im Dienst. Speziell bei Feuerwehreinsätzen sind nicht nur Verletzte sondern auch Feuerwehrleute nach traumatisch Erlebnissen zu betreuen.

„Die Übung war uns wichtig, um im Einsatz gewappnet zu sein. Gerade bei größeren Einsätzen, ist es wichtig, dass wir uns aufeinander verlassen können und gemeinsam Einsätze abarbeiten. Hierbei ist die Herkunft der Feuerwehr irrelevant, schließlich arbeiten die Feuerwehrleute alle nach den gleichen Einsatzgrundsätzen.“ führt der Ortsbrandmeister der Gemeinde Rittersdorf aus. Es gäbe gute Verbindungen in die umliegenden Feuerwehren. Auch mit der Feuerwehr Blankenhain arbeiten wir zusammen. So übernehmen, der Floriansjünger der Lindenstadt die Prüfung und Wartung der Atemschutzgeräte aus Rittersdorf.

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